Aus einer „Bieridee“ wird ein Verein mit über 100 Mitgliedern
Es war an einem Donnerstag, dem 21. Januar 1993, als sich rund ein Dutzend Jugendliche im Restaurant Marti in Bettlach versammelten, um den Strassenhockeyclub Bettlach zu gründen. Auf die Gründungsversammlung aufmerksam gemacht wurden die Teilne
hmer durch Mund zu Mund Propaganda und durch den mittlerweile legendären Gründungsflyer.
Das Vorhaben zur Gründung eines Strassenhockeyclubs war ursprünglich eine sogenannte „Bieridee“, die im Bettlacher Pub nach einem Unihockeyturnier entstand. Strassenhockey war für die meisten Anwesenden nichts neues, spielte man doch Sonntag für Sonntag auf den Schulhausplätzen von Bettlach. Einige kannten sogar die Mannschaft der Nachbargemeinde Grenchen, die bereits aktiv an der Schweizermeisterschaft teilnahm. Strassenhockey nun auch „professionell“ zu betreiben, war für die meisten schon ein spezielles Gefühl. Schliesslich wählte man an dieser Versammlung einen Vereinsvorstand und Manfred Weissmann wurde der erste Präsident des SHC Bettlach.
Das erste Jahr:
Das Initialjahr war sehr schwierig. Wir mussten an vieles denken, damit wir im September an der Meisterschaft des Schweizerischen Strassenhockeyverbandes (SSHV) teilnehmen konnten. Wir hatten mit dem Verband Kontakt aufgenommen um zu erfahren, was wir alles benötigten. Danach hatten wir Tore in Handarbeit erstellt und verhandelten mit der Gemeinde, dass wir einen Platz zum Hockeyspielen benutzen konnten. Schliesslich schafften wir uns noch ein Dress an und bemühten uns das Kader zu erweitern. Zu guter letzt musste unser Unterfangen auch irgendwie noch finanziert werden. All dies gelang uns mehr oder weniger schnell, und wir konnten nach diversen Trainings, zwei Freundschaftsspielen und einem Turnier in Muttenz Ende September 1993 unser erstes Meisterschaftsspiel bestreiten. Dabei mussten wir uns anfänglich stets draussen im Freien umziehen. Es dauerte jedoch nicht lange bis die Gemeindebehörde Mitleid mit uns hatte. Sie ermöglichte uns unbürokratisch, dass wir kurze Zeit später einen Teil der Zivilschutzanlage im Ischlag benützen durften.

Das zweite Jahr:
Ein Jahr mit vielen Veränderungen. An unserer zweiten Generalversammlung wurde Thomas Günther zum neuen Präsidenten gewählt. Da unsere ersten Tore nicht ideal waren, mussten bereits neue hergestellt werden. Wir entschlossen uns künftig mit etwa 20 cm hohen Banden zu spielen, also mussten wir auch diese selber anfertigen. Der wichtigste Meilenstein war jedoch die Gründung einer Juniorenmannschaft. Wie sich heute zeigt, würde unser Verein nicht mehr bestehen, hätten wir diesen Schritt nicht getan. Das alles bedeutete natürlich einen grossen Mehraufwand, aber es gelang uns, mit einer Aktiv- und einer Juniorenmannschaft in die neue Saison zu starten.
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